Biographie
Ben*Jammin
It don't mean a thing if it ain't got that Ben*Jammin Schwing. Und weil ihr noch nicht vorhandenes Major-Label das genauso sieht, haben die fünf Recken von der Funk-Stelle alle Freiheiten der Welt. Die nutzen ihnen unter diesen Umständen zwar nichts, aber es klingt wahnsinnig aufregend und jetzt ist es mal raus.

Als sich die Frontsau von einem Benjamin Anfang 2006 mit dem Rest der Mainzer Mischpoke zum Mucken zusammentut, konnte ja keiner ahnen, dass sich die Greatest Hits-Triple-LP-Vinyl auf 2007 verschiebt. In der Zwischenzeit haben Marc, Danny, David, Flo und Ben sich die Zeit mit den Dingen vertrieben, die wirklich wichtig sind. Wo sitzt wer bei Kerner? äh Welchen Witz reißt man bei Raab? äh Zum Echo? äh Näh, da reicht 'ne Videobotschaft äh ¦
Angesiedelt im postpubertären Spannungsbereich zwischen Anfang 20 und kurz vor halbtot 30, outen sich auch die Ben*Jammins als Vollblut-Rock-Popper mit Hang zum Bildungsbürgerlichen. Zwischen Michael Jackson und den Smashing Pumpkins passt immer noch ein Bach (wahlweise Bruckner), zwischen Snoop Dogg und Underworld der Davis Miles. Obwohl allesamt Bezugspunkte im Klangkoordinatensystem der fünf Mainzer Männchen, sind Vergleiche mit EMF (unbelieveable, oder?!), Phoenix, Out Hud und dem Mocky-Gonzales-Clan sehr viel angebrachter, weil ergiebiger. Warum? â€

Darum zum Beispiel. Aber auch, weil Ben*Jammin den Zwei-Finger-Teufel mit Griff-In-Den-Schritt-Posen und dem Moonwalker versöhnen. Und hinterher mit Yello und Joe Zawinul Pillen schmeissen, über Synthies labern und Mike Banks wahre Identitäften. Ganz im Gegensatz zum Letztgenannten allerdings, versagen sich die Funkateers darüber hinaus jeden musikalischen oder anders ideologischen Zeigefinger. Man muss auf keinem Coldplay Konzert gewesen sein, um das rischtig jeil zu finden.
Have we talked about the Alleinstellungsmerkmale, yet?! Das, was Ben*Jammin von allen anderen unterscheidet. Die Dinge, die die Band einzigartig machen. Der Teil, bei dem kein Vergleich mehr hilft. Nein? - Es sind ja auch schon Leute durch nicht auf den Punkt kommen und ständig drum herum reden zu Tode gekommen.
Auf der Hand liegen: Marc, Danny, David, Flo und Ben. Offensichtlich (, aber) schwerer zu beschreiben: Ben Hansens Quantensprung-Gesangs-Rap, ein furioses Hin- und Her zwischen Melismatik und Syllabik, das unter Live-Bedingung zu noch ganz anderen Dingen fähig ist; Danny Agemas militante Vorliebe für alles, was mit Elektronik und Party oder beidem gleichzeitig zu tun hat niemand schraubt so drillmeister-mässig und gehörgang-penetrierend an seiner 303; David Kirchner und das Prince-Syndrom - zum Rock berufen fühlen und doch nicht vom Funk lassen können; Flo â€der heiÃt wirklich so†Schlechtriemens unglaubliche Beat-Akkuratesse, D A S rhythmische Schmiermittel zwischen locker luftig lose und metronom-mäÃig tight; und Marc Julliens fantastischer Viersaiter, der besser singen kann, als sein Instrumentalist.
(Thomas Kühnrich)